Schrankleichen und Neuanschaffungen

kleidungDie meisten Frauen kennen es: wir haben in unseren Kleiderschränken Klamotten in vier Größen, genug für drei Frauen und sechs verschiedene Jahreszeiten. Und wir haben Schrankleichen. Wie kriegt man nur Ordnung in den Schrank?

Es gibt Tricks. Ihr könnt am Anfang eines jeden Jahres alle Kleidung, die auf Bügeln hängt, so in den Schrank einordnen, dass sie „verkehrt herum“ hängt, also mit der offenen Seite des Hakens nach vorne. Nach einem halben Jahr – oder zu Beginn des nächsten, das ist ganz nach persönlicher Fähigkeit, sich von Dingen zu trennen, unterschiedlich – schaut ihr nach, welche Kleiderbügel und damit welche Kleidungsstücke sich nicht bewegt haben. Die müssen dann leider raus aus dem Schrank.

Oder ihr stellt euch vor dem Kleiderschrank, inspiziert jedes Kleidungsstück und entscheidet dann nach drei Kategorien:

  • Behalten
  • Verkaufen
  • Verschenken/ Spenden

Wobei die „Behalten“-Teile nicht in der Überzahl sein sollten. Möchtest du zu viel behalten, hast du entweder einen großen Kleiderschrank und keine Probleme, stets das Richtige heraus zu finden, oder du hortest Schrankleichen. Das ist die übliche Variante in Frauenkleiderschränken – da hängen Teile, von denen man weiß, dass man sie nie wieder anziehen wird und dennoch wollen wir sie behalten, denn wir fürchten, das Gefühl, welches wir dermaleinst hatten, als wir sie trugen, ginge verloren, wenn wir diese Kleidung entfernen.

Wenn ihr fertig sortiert habt, liegen vor euch drei Stapel Kleidungsstücke. Was behalten werden soll, wandert zurück in den Schrank. Bügel verkehrt herum.
Was ihr guten Gewissens weiter verkaufen könnt, wird bei ebay, Kleiderkreisel oder dem Flohmarkt angeboten. Möglichkeiten zum Verschenken von Kleidung gibt es mehr als man denkt: Kleiderkammern gemeinnütziger Einrichtungen nehmen tragbare Kleidung gerne an. Auch Oxfam ist eine gute Adresse. Bei „Packmee“ könnt ihr sogar gratis Pakete versenden, je schwerer, desto besser.
Als letzte Möglichkeit bleibt immer noch der Altkleidercontainer. Oder ein Schrauber, der sich über Putzlumpen freut.
Nach dieser und allen folgenden Aufräumaktionen verfahrt bitte in Zukunft nach dem Motto: „Ein Teil rein in den Schrank, ein Teil raus“, um dem ungezügelten Kleiderzuwachs vorzubeugen.

Aber zunächst mal braucht ihr eine Grundgarderobe, für die dieses Motto nicht gilt. Zur Grundausstattung eines Frauenkleiderschrankes gehören:

  • eine gut sitzende Jeans
  • eine gut sitzende Stoffhose, schwarz, marine oder dunkelgraubunt
  • je zwei schwarze und zwei marineblaue oder weiße schlichte T-Shirts, hochwertig, am besten mit Elasthan, einmal V-Ausschnitt, einmal Rundhalsausschnitt
  • eine weiße Bluse, schlicht geschnitten, gut sitzend, am besten mit Stretchanteil
  • ein schmal geschnittenes Kleid (Etui- oder Shiftkleid), gut, wenn es schwarz ist, denn dann hat man auch gleich das unerlässliche
  • „Kleine Schwarze“ im Schrank. Marine oder dunkelgrau gehen natürlich auch.
  • Einen guten Blazer und
  • zwei leichte Cardigans/leichte Strickjäckchen; Schwarz, Marineblau, Dunkelgrau oder Beige bieten sich an.
  • Bequeme Pumps mit wenigstens 3cm Absatz, Schwarz passt zu allem. (von Rieker gibt es nicht die allerschönsten Pumps, aber sehr bequeme, die gleichzeitig gut aussehen)
  • Blickdichte Strumpfhosen, mindestens 60den in Schwarz oder Marine (bei Amazon bis Gr 60 bestellbar)

Mit dieser Grundausstattung könnt ihr euch mit den passenden Accessoires, als da wären: Uhr, Schmuck, Halstuch, Handtasche, Schuhe, zu jeder Gelegenheit gut anziehen. Versprochen! Die Farben Schwarz und Marine sind so neutral, dass sie sich hervorragend sowohl miteinander kombinieren lassen (jawohl, Schwarz und Dunkelblau dürfen heutzutage zusammen getragen werden) als auch mit so gut wie jeder anderen Farbe. Dasselbe Kleidungsstück, z.B. eine Jeans mit Shirts und Cardis in verschiedenen Farben kombiniert lässt einen immer anders angezogen aussehen und es ist allemal besser, sich auf wenige hochwertige Kleidungsstücke zu verlassen, als allerhand minderwertige Fummel im Schrank zu horten, die niemals halten, was sie versprechen, die sich verziehen und/oder am Körper hängen wie ein Kartoffelsack.

Weniger ist in diesem Fall mehr – und ganz in Schwarz/Marine/Grau mit einem knallfarbigen Accessoire garantiert immer einen stylishen Auftritt.

Mehr zu Farbauswahl, Schnitten und Styles, die unsere unterschiedlichen Körperformen besser präsentieren als Zirkuszelte und Walla-Walla im nächsten Artikel.

Bis dann, haltet die Augen offen!

FrauHein

 

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Mein Name ist Edda, ich bin 57 Jahre alt und man sagt mir ein Händchen für Styling nach. Da ich gerne mit Menschen zu tun habe, hätte ich Lust, hier Stylingtipps und allerlei Praktisches/Faktisches im Zusammenhang mit Mode und Style aufzuschreiben.
My name is Edda, I was born 57 years ago and I am told that I have a great style. I like to be with people and my idea is to use this blog to give all kinds of practical/factual information regarding fashion and style.
Du findest mich auch hier / You can also find me here:
Schrankleichen und Neuanschaffungen was last modified: April 6th, 2015 by Edda Hein

1 Comment

  1. Frau H., das mit den Bügeln ist eine super Idee, nur: wenn mal kein Sommer ist, ist man plötzlich die Sommergarderobe los 😉

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