Dem Kind einen Namen

Liebe Leserschaft,

slimich kenne ja wirklich viele Ausdrücke, die meinen Körper beschreiben. Manche sind nett gemeint, aber auf den zweiten Blick nur nett verpackte Diskriminierungen. Andere sind sachlich-medizinisch. Und wieder andere sind richtiggehend bösartig und garstig.

Meine Bitte zum Mitmachen:

1.) Nennt mir doch mal Ausdrücke, die euch im Zusammenhang mit eurem Körper bereits zu Ohren gekommen sind.

2.) Schreibt mir bitte auf, wie ihr selbst euch in dieser Hinsicht bezeichnet bzw. wie ihr am liebsten bezeichnet werden möchtet.

Ich freue mich über eure Beteiligung und grüße euch herzlich

Edda.

by
Mein Name ist Edda, ich bin 57 Jahre alt und man sagt mir ein Händchen für Styling nach. Da ich gerne mit Menschen zu tun habe, hätte ich Lust, hier Stylingtipps und allerlei Praktisches/Faktisches im Zusammenhang mit Mode und Style aufzuschreiben.
My name is Edda, I was born 57 years ago and I am told that I have a great style. I like to be with people and my idea is to use this blog to give all kinds of practical/factual information regarding fashion and style.
Du findest mich auch hier / You can also find me here:
Dem Kind einen Namen was last modified: December 14th, 2015 by Edda Hein

8 Comments

  1. Liebe Edda,
    da gab es noch nicht so viel, was sich Leute trauen, mir ins Gesicht zu sagen. Und ich merke bei der Fragestellung: Es geht nicht wirklich nur darum, was gesagt wird, sondern welche Intention dahintersteht. Wenn mir jemand sagt “Du siehst heute so gut aus – hast du abgenommen?” steckt dahinter “Ich fand dich nämlich immer zu dick”, und es gefällt mir gar nicht. Wenn mein Sohn sich an meinen Bauch kuschelt und sagt “Mama, dein Bauch schwabbelt so schön” meint er genau nichts anderes, als dass der Bauch schön schwabbelt, und deshalb geht das für mich total in Ordnung. Ich selbst bezeichne mich traditionell schlicht als “zu dick”, und bezeichnet werden würde ich am liebsten gar nicht – außer, jemand möchte mir ein ernst gemeintes Kompliment machen 😉

    Liebgruß

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  2. Also “korpulent”oder “etwas mehr”oder füllig sind die Wörter die ich oft höre, wenn jemand einen dicken Menschen beschreibt. Ich hasse das Wort korpulent.Ich bezeichne mich als dick. Denn das bin ich ja schließlich. Dick ist das Gegenteil von dünn und kein negatives Wort für mich.Manchmal bezeichne ich mich auch als Wuchtbrumme ….

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  3. Hallo Edda, nun… Ich selbst bezeichne mich gerne als Pummelbiene, mopsig, dick oder schlicht und ergreifend “ich”… Ich glaube nicht das man alles bennen muss… positiv wie negativ… Aber natürlich ist man mit Makel (jeder Art) immer wieder, teilweise schutzlos, biestigen Attaken im Alltag ausgeliefert… Dabei ist fette Sau, Brauereigaularsch eher die nette Variante. Letztens sagte jemand, ich sehe aus wie so ne fette Berliner Taxifahrerin… Ich denke immer noch drüber nach ob das nu dolle schlimm war… Ich weiss es nicht…
    “hast Du mal Deinen Hintern gesehen?” … Auch so ein Satz… Nein, habe ich nicht… Wozu auch? Maximal seitlich… Um den Sitz der Jeans zu checken… Weder dünne noch dicke können sich um 180 grad irgendwiedrehen (hoffe ich)…
    In meiner Zeit als Single habe ich vieles erlebt… Sprüche wie: wenn du neben mir sitzt, bekomme ich depressionen weil Du so fett bist… haben sich ins Hirn gebrannt!
    Eines der schlimmsten Dinge war: bevor ich noch einen Sommer alleine bin, nehme ich doch so ne fette hässliche wie Dich!…
    Mit einem Wort zu beleidigen ist schwer… Wir Dicken sind so breit … da benötigt es mehr Worte 🙂 Keiner sagt nur”Sau” es heisst immer “fette Sau”
    Lieben Gruss 🙂

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  4. Ich bezeichne mich selbst als Mehrfrau, da ich eben ein bisschen mehr Frau bin, nicht nur was meine Figur angeht, sondern gerade auch mein Frausein. Von anderen Menschen habe ich nur dick gehört, ich denke, dass vieles gedacht wird, jedoch nicht gesagt.

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  5. Ich will ja auch mal mein eigenes Post kommentieren 🙂
    Ich finde schlimm, alles was so süß-niedlich daherkommt – pummelig, mollig und solche.
    Das hat so etwas verniedlichendes, was ich an und in mir nicht finde. Es geht so in die Richtung “gemütliche Dicke”, dabei bin ich alles andere als gemütlich und kann bisweilen äußerst un-gemütlich werden.
    Schön finde ich z.B. barock, das hat so etwas Genussvolles an sich.
    (Und was Altes, *lol*, so passt es dann auch.)

    Edda

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  6. Die schlimmsten Dinge, die man mir so an den Kopf geschmissen hat waren zum Beispiel >>> Fette Sau…Deutsche Panzer rollen wieder…Dick Arsch!
    Was mich so aufregt ist diese Scheinheiligkeit unserer Gesellschaft!
    Sie finden Alle den Sänger mit der Ukulele und der schönen, einfühlsamen Stimme
    so toll! Er ist viele Wochen Platz 1 in den Charts mit dem Lied “Over the Rainbow”!
    Aber wehe dieser Mensch wird im Restaurant gesichtet….jetzt muss diese fette Sau sich auch noch ein Steak reinziehen…und dann auch noch ein Nachtisch?! Das kann doch nicht sein…Doch, das kann es! Denn auch dicke Menschen müssen etwas essen! Wie oft bin ich schon allein im Supermarkt bestaunt worden…hey, was hat Die denn alles in ihrem Einkaufswagen…boah…Die hat doch echt genug auf den Rippen…was muss die denn noch soviel zum fressen kaufen?!
    Auch Jobs habe ich entweder nicht bekommen…oder ich musste gehen, weil ich der Geschäftsleitung nicht gepasst habe und das, obwohl ich eine super Arbeit gemacht habe und bei den Kunden beliebt war!
    Ich selber bezeichne mich gerne als plüschig

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  7. Bisher wurde ich nur selten offen beleidigt, aber ich sehe schon oft abschätzige Blicke. Worte wie “fette Sau” ect. habe ich bisher noch nicht ins Gesicht gesagt bekommen. Ich bin auf diversen Flirt- und Datingseiten angemeldet (gewesen), auch welche mit eindeutigen Intentionen. Dort habe ich so ziemlich alles zu hören bekommen, von mollig, kurvig, rund, dick, fett, weich ect., allerdings immer in “positiven” Sinn, also von Männern, die darauf stehen. Ich habe nicht ein einziges Mal eine böse Mail bekommen, in welcher ich deshalb beleidigt wurde. Das finde ich eigentlich erstaunlich, denn so anonym trauen sich viele Leute doch eher, Beleidigungen auszusprechen, als von Angesicht zu Angesicht.Nur einmal habe ich es direkt auf der Straße mitbekommen, da unterhielten sich zwei junge Mädchen in einer fremden Sprache, eine sagte dann zur anderen “Germany’s next Topmodel” und beide sahen mich an. Ich meine, es war klar, worum es ging, aber ich fand es eher witzig und habe nur breit gegrinst. Man muss auch mal über sich selber lachen können, egal ob man dick, mollig oder schlank ist. Ich selber bezeichne mich als dick, denn das bin ich nun mal. Schlimm finde ich Bezeichnungen (modemäßig ect.) wie “vollschlank”, was bin ich dann? “Voll” bin ich, wenn ich zuviel getrunken habe und “schlank” war ich zuletzt mit ca. 8 Jahren. 🙂
    Mein Freund sagt, er findet mich so schön weich. Weich ist ein positiv besetzter Begriff und das mag ich.

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  8. Ich mag *üppig*, ich bezeichne mich selber als dick, denn das bin ich nun mal und für mich ist das in keiner Weise beleidigend. Schrecklich finde ich es, wenn in den Medien (trotz Foto) immer wieder darauf hingewiesen wird, wenn z. B. eine prominente Frau nicht Größe 34 trägt. Mich hat noch nie jemand beschimpft oder beleidigt, das traut sich bei mir wohl keiner.
    Ich bin ja nicht umsonst eure *Königin Mutter*
    Dag

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